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Einschätzung der aktuellen Lage auf dem Gersten- und Malzmarkt

08.05.2012

In Europa waren nach der Ernte 2011 verfügbar :

  • Wintergerste : 23 mio t
  • Sommergerste : 7,3 mio t

Die sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen haben sich deutlich auf die Ernteergebnisse ausgewirkt :

Deutschland

  • Große regionale Unterschiede mit teilweise schwierigen Erntebedingungen (Regen im SW)Teilweise Probleme mit Pilzbefall, Gushing und unzureichender Keimenergie.
  • Braugerstenqualität betrug in etwa 1 Mio Tonnen. Der Importbedarf somit ebenfalls etwa 1 Mio Tonnen.

Frankreich

  • Von 2 Mio Tonnen Sommergerste haben 50 %, Eiweißgehalte über 12,5 %
  • Wegen besserer Qualität der Wintergersten stehe für den Export ca. 1 Mio t zur Verfügung.

Skandinavien

  • Durch Regen schlechte Erntebedingungen hierdurch deutliche Qualitätsprobleme durch Pilzbefall, Gushing und mangelhafte Keimenergie, Auswuchs und Kornanomalien.
  • Für den Export können etwa 400.000 Tonnen angenommen werden.

Großbritannien

  • Außer einem Gebiet im Osten Englands kann ein sehr gutes Ernteergebnis festgestellt werden.
  • Von diesen guten Qualitäten stehen für den Export leider nur 0,3 Mio t zur Verfügung.

Polen

  • Niedrige Mengen und mangelhafte Qualität erfordern einen Import von etwa 200.000 Tonnen.

Tschechien und Slowakei

  • Beide Länder haben in Menge und Qualität eine sehr gute Ernte eingefahren.
  • In den Export werden etwa 0,2 mio t gehen, Deutschland und Polen sind die Käufer.

Fazit

Die Braubranche hat es beim Rohstoff Malz wegen der teilweise sehr schlechten und heterogenen Braugerstenqualitäten, aktuell mit mehreren Problemen gleichzeitig zu tun.

  • Gushing
  • Mykotoxine
  • Schlechte Keimenergie
  • Hoher Eiweißgehalt
  • insgesamt sehr heterogene Qualitäten durch zwischengeschaltete Handelserfassung

Dies erfordert in der Mälzerei eine besondere Sorgfalt beim Gersteneinkauf, der Trennung und Selektion während Erfassung und Lagerung und der angewandten Mälzungstechnologie, sowie einen erhöhten notwendigen Kontrollaufwand in der Qualitätssicherung.

Die Brauereien sollten im Interesse ihrer Bierqualität ein besonderes Augenmerk auf die Kontrolle und Qualität der einzukaufenden Braumalze legen.

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